Was sind Glaubenssätze?

Sobald man sich mit seinem Mindset beschäftigt stößt man unweigerlich auf das Thema Glaubenssätze. Doch was verbirgt sich genau dahinter und welche Auswirkungen hat es auf uns.

Glaubenssätze sind Denkmuster und sie ändern unsere Wahrnehmung von uns und unserer Umwelt. Manche davon können uns behindern und sabotieren. Wir übernehmen sie in unserer Kindheit, aus unserem Umfeld und manchmal entstehen sie auch durch uns. Ein verbreiteter Glaubenssatz ist “Geld stinkt”

Doch da steckt noch mehr dahinter und genau darauf gehe ich im restlichen Artikel weiter ein.

Wie Glaubenssätze entstehen

Denkmuster entstehen immer dann, wenn wir etwas regelmäßig tun oder denken und unser Gehirn meint, dies wäre wichtig zu wissen. Schließlich könnte es uns beim nächsten Mal helfen oder uns sogar vor dem Tod schützen.

Letzteres mag heutzutage ein bisschen übertrieben klingen, aber ist tatsächlich eine Aufgabe des Gehirns. Es beherbergt nicht nur unser selbst oder das, was wir für uns halten, sondern erfüllt auch noch eine spezielle Aufgabe.

Es sichert unser Überleben und durch Fortpflanzung auch unsere Art.

Dafür nutzt es unterschiedliche Mechanismen und Glaubenssätze ist einer davon. Jetzt wirst du zu Recht fragen, was Glaubenssätze, wie “Geld stinkt” oder “Wer Geld hat, ist unehrlich” mit unserem Überleben zusammen hängen.

Dafür drehen wir mal die Zeit ein paar tausend Jahre zurück. Unsere Vorfahren lebten überwiegend in kleinen Gruppen und da wir Sozialwesen sind, gab es eine enge Gemeinschaft. Die Gemeinschaft sicherte das Überleben aller. Ohne die Gruppe war es für den einzelnen praktisch unmöglich zu überleben. Alleine lauert der Tod quasi immer um die Ecke, nur in der Gemeinschaft sind wir sicher.

Genau dieses Denkmuster ist so stark in uns verankert, dass wir Angst haben aus der Gruppe verstoßen zu werden. Also versucht unser Gehirn uns davon abzuhalten irgendetwas zu tun, das dazu führen könnte.

Wenn wir jetzt ständig Essen klauen würden und die Gemeinschaft erwischt und fliegen wir raus. Die Konsequenzen sind klar. Der Zusammenhang ist offensichtlich.

Nicht so offensichtlich ist es mehr, wenn wir unser komplexes Sozialwesen mit einbeziehen. Denn plötzlich kannst du in Ungnade fallen, nur weil ein Teil der Gruppe dich für einen Dieb oder schlechten Menschen hält. Dabei hast du vielleicht gar nichts getan.

Aber sie glauben es und damit spannen wir den Bogen zu den Glaubenssätzen.

Einer von den anderen fängt an zu glauben, dass du ein Dieb bist, weil du immer so grimmig guckst. Dabei ist das einfach dein Gesichtsausdruck.

Jetzt erzählt der das seinen Kumpels und seiner Familie. Nicht nur einmal, sondern ständig. Also werden die auch irgendwann anfangen dies zu glauben, denn sie wollen es sich nicht mit dem Kerl verscherzen. Unbewusst natürlich, niemand macht sowas bewusst.

Plötzlich glaubt die ganze Gruppe, du bist ein Dieb und schlecht und behandelt dich entsprechend.

Jetzt entdecken sie noch ein paar mehr und alle tragen genau wie du rote Hemden. Und plötzlich entwickelt sich das zu einem Glaubenssatz wie “alle mit roten Hemden sind Diebe”.

Bei heutigen Glaubenssätzen ist es nicht anders. Anstelle des roten Hemds, ist es halt nun Geld, das stinkt, korrumpiert und ehrlich sind die Leute mit Geld ja sowieso nicht.

Auch wenn wir nicht mehr in kleinen Gruppen leben und draußen der Tod lauert, sind die Mechanismen immer noch aktiv. Die Gruppen sind anders geschnitten. Deine Firma ist eine, deine Familie, Freunde, Vereine und dergleichen. Alle haben ihre eigenen Glaubenssätze und anstelle des Tods droht der Rauswurf, Jobverlust oder die Pleite.

Teilweise sind die aber fast ähnlich schlimm, denn versuch mal als Unternehmer mit Privatinsolvenz wieder in die Gänge zu kommen. Vorurteile und Glaubenssätze der anderen werden es dir schwer machen.

In jeder Gruppe wirst du mit Glaubenssätzen konfrontiert. Wenn du nicht aufpasst und bewusst darauf achtest wirst du sie schleichend übernehmen. Besonders schlimm und hartnäckig sind jedoch die aus der Kindheit den dort haben wir die Glaubenssätze unbewusst übernommen und wissen zum Teil nicht mal, das wir sie haben.

Allerdings musst du ihnen regelmäßig ausgesetzt sein. Dabei ist egal, ob durch Worte oder Taten aus deinem Umfeld.

Welche Auswirkung Glaubenssätze auf uns haben

Grundsätzlich halten Glaubenssätze uns davon ab uns oder unsere Umwelt richtig wahrzunehmen. Oft halten sie uns auch davon ab Dinge zu tun.

Wenn in deiner Schulzeit jeder sagt, du bist schlecht in Mathe, dann wirst du das auch irgendwann als Glaubenssatz übernehmen. Im schlimmsten Fall übernimmst du es und hast nun fortan Angst vor Mathe und meidest alles im Leben, bei dem du Mathe benötigst. Und das alles nur, weil vielleicht deine Lehrer es dir nicht beibringen konnten, du Dyslexie hast oder es andere Gründe gab.

Gleiches ist mit dem “Geld ist böse”, “Geld stinkt”, “Mit ehrlicher Arbeit kann man nicht soviel Geld verdienen” Glauben. Wenn deine Familie so denkt oder du in deiner Jugend in ner linke Kommune abhingst, wirst du das auch irgendwann übernommen haben. Oft lauert es nur im Hinterkopf und sabotiert ich später ohne das du dir dessen bewusst bist.

Denn solltest du plötzlich viel Geld verdienen, dann wird dich dein Unterbewusstsein immer wieder sabotieren. Tief drin ist der Glaubenssatz mit dem “Mit ehrlicher Arbeit kann man nicht soviel Geld verdienen” und da du nun viel Geld hast, musst du im Umkehrschluss natürlich unehrlich sein. Das biste aber nicht, also sabotiert dich dein Mindset und sorgt dafür, dass du Geld verlierst, um im Reinen zu sein.

Bekommst du irgendwas davon bewusst mit?

Nicht wirklich und das macht es gerade so gefährlich.

Wir haben da Glauben in uns drin, der nicht unserer ist, den wir nicht haben wollen und manchmal nicht sehen. Außer den Auswirkungen.

Wie du Glaubenssätze wieder loswirst

Glaubenssätze erkennen

Viele Glaubenssätze sind ständig in unseren Gedanken. Die poppen oft einfach immer wieder kurz hoch ins Bewusstsein. Da sehen wir den Ferrari vorbeifahren und da kommt der Glaubenssatz zum Geld praktisch von alleine hoch. Wir müssen nur drauf achten und die Gelegenheit nutzen.

Und manchmal sind die wirklichen Gründe nicht ganz so offensichtlich. Da müssen wir etwas tiefer bohren.

Den besten Weg, um das überhaupt mitzubekommen ist das Innehalten aus der Achtsamkeit. Wenn du merkst, da kommt ein Glaubenssatzkandidat hoch, beobachte einfach mal folgendes:

  • Woher kommt der Gedanke?
  • Was machst, hörst oder siehst du gerade?
  • Was könnte der Auslöser sein, dass der Gedanke nun hochkam?
  • Was macht der Gedanke mit dir? Gefühlsmäßig.
  • Erinnert der Satz dich an jemanden oder ein Ereignis?

Schreib dir die Antworten auf und was dir da für Gedanken kamen und nutzen bei nächster Gelegenheit die nächste Technik.

Ursache finden und auf den Prüfstand stellen

Starte mit deinem Glaubenssatzkandidaten und stelle dir die Frage “Warum”. Begnüge dich aber nicht mit der ersten Antwort, sondern frage weiterhin warum oder wenn es besser passt, wieso oder weshalb bist du entweder deine Antwort hast oder du dir 5 mal die Warum-Frage gestellt hast. Normalerweise hats du spätestens dann deine Antwort.

Bei dem Glaubenssatz wegen des Gelds könnten dann dabei rauskommen, das deine Freunde in der Kommune immer behauptet, haben Geld stinkt, das Kapital ist böse usw..

Jetzt hast du einen Ursprung und mit dem gehen wir jetzt zum TÜV und stellen in auf den Prüfstand.

  • Woher kommt der Glaubenssatz?
  • Glaube ich das wirklich?
  • Stimmt die Aussage überhaupt?
  • Wie behindert mich das?
  • Ist das wirklich so schwarz und weiß zu sehen?
  • Bin ich wirklich ein schlechter Mensch, wenn ich gegen den Glaubenssatz verstoße?

Am Ende gibt es dann entweder die TÜV Plakette und dein Glaubenssatz darf bleiben oder er wird still gelegt und fliegt raus.

Der Glaubenssatz muss gehen

Im Kern merkst du in dem Schritt, wann der Glaubenssatz hochkommt und teilst ihm dann mit, dass er nicht mehr erwünscht ist und falsch. Alles in deinen Gedanken natürlich.

Und genau deshalb gibt es auch kein Ritual dafür. Es passiert bei dir im Kopf und ist so individuell, wie du es bist. Aber wenn du eines brauchst, denk es dir wie folgt:

Bedanke dich bei ihm, vielleicht war er tatsächlich mal nützlich, und dann puste ihn bildlich weg. Ein bisschen mehr ist es schon, aber im Grunde findet das Ganze eh nur in unserem Kopf statt und dann können wir auch mit viel Fantasie nachhelfen.

Also, wenn du ihn lieber zerhäckseln oder sonst was willst, mach das. Allerdings wird er mehr Aufforderungen brauchen besondern, wenn er schon lange bei uns war. Und genau hier musst du beharrlich dran bleiben und immer wenn er sich mal wieder meldet, ihn freundlich in die Schranken weisen. Irgendwann hat er es kapiert und haut ab. Oder er kommt trotzdem, aber hat keine Wirkung mehr.

Fazit

Glaubenssätze sind Denkmuster und sie verändern unsere Wahrnehmung von uns und unserer Umwelt. Manche davon können uns behindern und sabotieren. Dann stören sie und wir sollten uns dran machen sie aufzulösen, um unsere Ziele erreichen zu können.

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